Pipedrive oder HubSpot — welches CRM passt zu deinem Unternehmen? Beide Tools werden häufig verglichen, aber der Teufel steckt im Detail. In diesem 5-Punkte-Vergleich analysieren wir Kosten, Aufbau, Automatisierung, Reporting und geben eine klare Empfehlung. Basierend auf 90+ Kundenprojekten und direktem Hands-on-Vergleich beider Tools.

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Transparenz-Hinweis: Als HubSpot Gold Partner haben wir naturgemäß mehr Erfahrung mit HubSpot. Wir haben aber Pipedrive hands-on getestet und versuchen, so objektiv wie möglich zu vergleichen. Die Zielgruppen beider Tools unterscheiden sich stark.

Wofür steht Pipedrive und wofür HubSpot?

Pipedrive ist ein reines Sales-CRM — fokussiert auf Pipeline-Management und Vertriebsprozesse. HubSpot ist eine All-in-One-Plattform mit Marketing, Sales, Service, Content und Operations. Das macht einen direkten Vergleich schwierig, weil die Tools verschiedene Probleme lösen.

Trotzdem stehen viele Unternehmen genau vor dieser Entscheidung: Pipedrive für Sales oder HubSpot für alles? Die Antwort hängt von deinem Team, deinem Budget und deinen Anforderungen ab. Auch Monday CRM haben wir ausführlich verglichen, und den Enterprise-Vergleich mit Salesforce gibt es als separaten Artikel. Hier sind die fünf entscheidenden Unterschiede.

Was kostet Pipedrive vs. HubSpot wirklich?

Der häufigste Grund, warum Pipedrive in Betracht gezogen wird: der Preis. Auf den ersten Blick kostet Pipedrive 60€/Monat und HubSpot Sales Hub Professional ab 490€/Monat. Aber der Vergleich ist irreführend — weil Pipedrive versteckte Kosten durch Add-ons hat.

Für einen fairen Vergleich haben wir ein gleichwertiges Setup konfiguriert: HubSpot Sales Hub Professional + Marketing Hub Starter (für Formulare und E-Mails) vs. Pipedrive Power mit den nötigen Add-ons. Beide mit 5 Benutzern.

Position HubSpot Pipedrive
Basis-Lizenz (5 User) 490€/Monat 375€/Monat (5× 75€)
Marketing/E-Mails 20€/Monat (Starter) 13€/Monat (Campaigns Add-on)
Formulare & Chat ✅ Inklusive 33€/Monat (LeadBooster Add-on)
Website-Besucher ✅ Inklusive (kostenlos) 41€/Monat (Webbesucher Add-on)
Angebote/Dokumente ✅ Inklusive 33€/Monat (Smart Docs Add-on)
Gesamt/Monat 510€ 495€

Preise bei monatlicher Abrechnung, 5 User. Stand: März 2026. Quellen: hubspot.com, pipedrive.com.

Pipedrive Add-Ons: LeadBooster 33€, Webbesucher 41€, Campaigns 13€ pro Monat
Pipedrive Add-Ons: LeadBooster, Webbesucher und Campaigns kosten extra
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Erkenntnis: Bei vergleichbarem Funktionsumfang und 5 Usern liegen Pipedrive und HubSpot preislich fast gleichauf (~500€/Monat). Der vermeintliche Preisvorteil von Pipedrive verschwindet, sobald du Add-ons für Formulare, Webbesucher und E-Mails dazubuchst.

Wie unterscheiden sich Aufbau und Struktur?

Der grundlegende Aufbau beider CRMs ist überraschend ähnlich. Beide organisieren Daten in Kontakte, Unternehmen und Deals. Die Kontakt-Detailansicht folgt dem gleichen Schema: Links die Daten, in der Mitte die Aktivitäten, rechts die Verknüpfungen.

  • Gemeinsamkeit: Kontakt-Detailansicht, Pipeline-Board, E-Mail-Integration, Filter und Suche — beides fühlt sich vertraut an
  • Pipedrive-Vorteil: Einfacher und fokussierter. Weniger Menüpunkte, weniger Komplexität. Ideal für Teams, die "nur Sales" brauchen
  • HubSpot-Vorteil: Deutlich mehr Bereiche — Marketing, Service, Landing Pages, Ads, Social Media. Das Menü ist voller, bietet aber auch mehr Möglichkeiten

Pipedrive fühlt sich im ersten Moment einfacher an, weil es weniger kann. Das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche: Weniger Ablenkung, aber auch weniger Wachstumspotenzial.

HubSpot Pipeline-Phasen mit Abschlusswahrscheinlichkeiten
HubSpot Pipeline-Phasen mit Wahrscheinlichkeiten -- ein Feature, das Pipedrive aehnlich bietet, aber HubSpot mit Pflichtfeldern erweitert.

Wie gut ist die Automatisierung im Vergleich?

Automatisierung ist der Bereich, in dem sich die Tools am stärksten unterscheiden. Pipedrive bietet solide Basis-Automationen, HubSpot geht deutlich tiefer — mit komplexen Workflows, Verzweigungen und objektübergreifenden Automationen.

Automatisierung: Pipedrive vs. HubSpot

Pipedrive

  • Basis-Workflows mit Triggern & Aktionen
  • E-Mails senden, Aufgaben erstellen
  • Daten bereinigen, Kontakte zuweisen
  • Keine Wenn-Dann-Verzweigungen
  • Keine objektübergreifenden Workflows
  • Reicht für einfache Sales-Prozesse

HubSpot

  • Komplexe Workflows mit Verzweigungen
  • Wenn-Dann-Logik (If/Then Branches)
  • Objektübergreifend (Kontakt → Deal → Unternehmen)
  • Lead-Rotation nach Regeln (z.B. nach Land)
  • Marketing + Sales Automationen kombiniert
  • API-Integration in Workflows (Operations Hub)

Pipedrive war positiv überraschend — die Automatisierung deckt die Basics ab. Für einfache Szenarien wie "Wenn Deal erstellt → Aufgabe anlegen → E-Mail senden" reicht Pipedrive völlig aus. Sobald du aber komplexe Prozesse abbilden musst — z.B. Lead-Routing nach Land, Marketing-Qualifizierung mit automatischer Sales-Übergabe oder ERP-Anbindung — brauchst du HubSpot Workflows.

HubSpot Pipeline Board View mit Deal-Karten
Die HubSpot Pipeline im Board View -- visuell aehnlich wie Pipedrive, aber mit deutlich mehr Automatisierungsmoeglichkeiten.

Was kann Pipedrive vs. HubSpot beim Reporting?

Beim Reporting liegt HubSpot klar vorne — und das hat einen technischen Grund. Weil HubSpot mehr Objekte und Datenquellen verknüpft, kann es auch komplexere Berichte erstellen. Pipedrive Reports sind auf Sales-Daten fokussiert und für diesen Zweck ausreichend.

Pipedrive Dashboard mit Berichten zu Leads, Deals, Conversion und Umsatz
Pipedrive Dashboard: Alle wichtigen Sales-KPIs auf einen Blick
Reporting-Feature Pipedrive HubSpot
Sales-KPIs ✅ Deal-Wert, Conversion, Dauer ✅ Gleich + erweitert
Cross-Object Reports ❌ Begrenzt auf ein Objekt ✅ Kontakte × Deals × Unternehmen
Marketing Attribution ❌ Nicht verfügbar ✅ Multi-Touch Attribution
Custom Report Builder Basis-Reports Drag-and-Drop Report Builder
Dashboards ✅ Fertige Templates ✅ Vollständig anpassbar

Ein konkretes Beispiel: "Zeig mir den Verlustgrund aller verlorenen Deals, kombiniert mit der ursprünglichen Lead-Quelle des Unternehmens." Das geht in HubSpot mit einem Report — in Pipedrive nicht, weil die Objekte nicht so tief verknüpft sind. In unserem kostenlosen Workshop zeigen wir dir live, wie du solche Reports in HubSpot baust.

HubSpot Deal Detail mit Activity Timeline
Die Deal-Detailansicht in HubSpot zeigt die komplette Aktivitaets-Timeline -- ein Vorteil gegenueber Pipedrive bei komplexen Deals.

Wann lohnt sich Pipedrive und wann HubSpot?

Die Entscheidung hängt nicht vom Budget ab (beide kosten bei 5 Usern ~500€/Monat), sondern von deinen Anforderungen. Hier ist unsere klare Empfehlung aus der Praxis:

Pipedrive wählen, wenn: Du 1–2 Mitarbeiter im Vertrieb hast, weg von Excel willst, keine komplexen Automationen brauchst und Marketing extern abbildest. Pipedrive ist einfacher zu bedienen und schneller aufgesetzt.
HubSpot wählen, wenn: Du 5+ Vertriebsmitarbeiter hast, viele Leads aus verschiedenen Quellen generierst, Marketing und Sales in einem Tool abbilden willst oder komplexe Automationen und Reporting brauchst.
  • Teamgröße 1–3: Pipedrive reicht, wenn du "nur" ein Sales-CRM brauchst
  • Teamgröße 5+: HubSpot wird durch Automationen, Routing und Reporting deutlich wertvoller
  • Viele Lead-Quellen: HubSpot, weil Attribution und Quellentracking nativ integriert sind
  • Marketing + Sales: HubSpot, weil beides auf derselben Plattform läuft — Details im HubSpot Guide
  • Nur Sales: Pipedrive, wenn du bewusst auf Marketing verzichtest
  • Enterprise/API: HubSpot, weil Operations Hub und die API mehr Flexibilität bieten

Welches CRM solltest du wählen?

Pipedrive ist ein gutes Sales-CRM für kleine Teams, die eine einfache Alternative zu Excel suchen. HubSpot ist die bessere Wahl, sobald du wächst, Marketing integrieren willst oder komplexe Prozesse abbilden musst. Unsere Kundenprojekte zeigen, warum sich der Wechsel lohnt — wie etwa bei ARONA. Preislich liegen beide bei gleichwertigem Setup nahezu gleichauf. Alle Details zu den HubSpot Kosten findest du in unserem separaten Artikel. Für ein professionelles HubSpot Setup oder ein CRM-Audit stehen wir als laufender Partner zur Verfügung.

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Unsere Empfehlung: Wenn du diese Entscheidung gerade triffst, starte mit dem HubSpot CRM im Überblick. Es kostet nichts, hat mehr Funktionen als Pipedrives kostenlose Version und lässt sich bei Bedarf um Hubs erweitern — ohne CRM-Wechsel.

Häufige Fragen: Pipedrive vs. HubSpot

Ist Pipedrive günstiger als HubSpot?

Auf den ersten Blick ja — Pipedrive Power kostet 75€/User, HubSpot Sales Pro 90€/User. Aber mit den nötigen Add-ons (Formulare, Webbesucher, E-Mails) liegen beide bei 5 Usern bei ca. 500€/Monat. Der Preisvorteil von Pipedrive verschwindet bei vergleichbarem Funktionsumfang.

Kann ich von Pipedrive zu HubSpot wechseln?

Ja. HubSpot bietet ein natives Migrationstool für Pipedrive. Kontakte, Unternehmen, Deals und Aktivitäten lassen sich importieren. Die Migration dauert je nach Datenmenge 1–3 Tage. Wir empfehlen, vorher die Daten zu bereinigen und ein Property-Mapping zu erstellen.

Hat Pipedrive Marketing-Funktionen?

Nur begrenzt. Über das Campaigns Add-on (13€/Monat) kannst du einfache E-Mails senden. Für Formulare, Landing Pages, Social Media, Ads oder komplexe Automationen brauchst du zusätzliche Tools. HubSpot bietet das alles nativ auf einer Plattform.

Welches CRM ist einfacher zu bedienen?

Pipedrive ist im ersten Moment einfacher, weil es weniger Funktionen hat und sich rein auf Sales fokussiert. HubSpot hat eine steilere Lernkurve, weil die Plattform mehr kann. Für den reinen Sales-Einsatz ist die Bedienung beider Tools vergleichbar.

Kann ich HubSpot kostenlos testen?

Ja — und zwar dauerhaft. Das HubSpot CRM ist kostenlos mit unbegrenzten Kontakten, bis zu 5 Usern und grundlegenden Features. Pipedrive bietet nur eine 14-Tage-Testversion. Danach musst du zahlen oder verlierst den Zugang. Details in unserem Kosten-Guide.

Für welche Branche eignet sich welches Tool?

Pipedrive funktioniert gut für Branchen mit einfachen, kurzen Sales-Zyklen (z.B. lokale Dienstleister, Freelancer). HubSpot eignet sich besser für B2B-Unternehmen mit längeren Vertriebszyklen, mehreren Entscheidungsträgern und der Notwendigkeit, Marketing und Sales zu verknüpfen.