Monday CRM oder HubSpot — welches CRM ist die richtige Wahl für dein Unternehmen? Beide Tools werden regelmäßig verglichen, aber sie lösen grundlegend verschiedene Probleme. Monday CRM ist ein schlankes Sales-Tool aus der Projektmanagement-Welt. HubSpot ist eine All-in-One-Plattform für Marketing, Sales und Service. In diesem Artikel vergleichen wir Aufbau, Kosten, Datenmanagement und Automatisierung — basierend auf 90+ Kundenprojekten und einem Hands-on-Test beider Tools.
Transparenz-Hinweis: Als HubSpot Gold Partner arbeiten wir seit 9+ Jahren mit HubSpot. Für diesen Vergleich haben wir Monday CRM Pro in einem Testkonto durchgespielt. Wir versuchen, so objektiv wie möglich zu vergleichen — aber die Tiefe der HubSpot-Erfahrung ist naturgemäß größer.
Wofür steht Monday CRM und wofür HubSpot?
Monday CRM ist ein reines Sales-Tool — fokussiert auf Pipeline-Management und einfache Vertriebsprozesse. Es kommt aus der Projektmanagement-Welt und bringt visuelle Board-Ansichten mit. HubSpot ist eine komplette CRM-Plattform mit Marketing Hub, Sales Hub, Service Hub, Content Hub und Operations Hub. Der Vergleich ist dadurch schwierig, weil Monday nur Sales abdeckt, während HubSpot das gesamte Unternehmen abbilden kann.
Trotzdem stehen viele Teams genau vor dieser Entscheidung. Oft geht es um die Frage: Brauche ich eine einfache, günstige Sales-Lösung — oder eine Plattform, die mit meinem Unternehmen wächst? Auch Pipedrive haben wir in einem detaillierten 5-Punkte-Vergleich analysiert. Die Antwort hängt von fünf Faktoren ab, die wir jetzt durchgehen.
Wie unterscheiden sich Aufbau und Struktur?
Der erste sichtbare Unterschied: Monday CRM ist minimalistisch aufgebaut. Links die Navigation, Pipeline, Leads, Kontakte, Unternehmen — fertig. Keine Ablenkung, keine versteckten Menüpunkte. HubSpot hat deutlich mehr Bereiche: Listen, Zielaccounts, Postfächer, Marketing-Inhalte, Werbeanzeigen, Webseiten, Service, Automationen und Berichte.
Das kann am Anfang überfordern. Wir haben Kunden, die sagen: "Ich weiß gar nicht, wo ich die Einstellungen finde." Bei Monday passiert das nicht, weil es schlicht weniger gibt. Das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche.
- Monday CRM: Schlanke Navigation, fokussiert auf Sales. Pipeline, Leads, Kontakte, Unternehmen — mehr gibt es nicht
- HubSpot: Volle Plattform mit Marketing, Sales, Service, Webseiten, Ads, Listen, Postfächer und mehr — deutlich mehr Navigationspunkte
- Kontaktansicht: Beide zeigen links Daten, in der Mitte Aktivitäten. HubSpot zeigt zusätzlich Marketing-Aktivitäten, Workflow-Logs und Objekt-Verknüpfungen
- Pipeline: Visuell fast identisch — Kanban-Board mit Deal-Karten, die du zwischen Phasen schieben kannst
Ein konkreter Unterschied in der Kontaktansicht: Bei Monday kannst du E-Mails versenden, Updates schreiben und Dateien hochladen. Bei HubSpot kannst du zusätzlich Anrufe direkt aus dem CRM tätigen, Aufgaben für Kollegen planen, Meeting-Links nutzen und alle Marketing-Interaktionen sehen — Formular-Submissions, E-Mail-Öffnungen, Seitenbesuche. Die rechte Seite in HubSpot zeigt Verknüpfungen zu anderen Objekten, was bei Monday fehlt.
Was kostet Monday CRM vs. HubSpot?
Der Preis ist für viele der entscheidende Faktor. Monday CRM ist auf den ersten Blick deutlich günstiger als HubSpot — und dieser Eindruck stimmt bei reinem Sales-Einsatz auch. Aber der Vergleich hängt stark davon ab, welche Funktionen du brauchst.
| Plan / Tier | Monday CRM | HubSpot Sales Hub |
|---|---|---|
| Kostenlos | ❌ Nur 14-Tage-Test | ✅ Dauerhaft kostenlos (5 User) |
| Einstieg | 12€/User/Monat (Basic, jährlich) | 20$/User/Monat (Starter, jährlich) |
| Professional | 28€/User/Monat (Pro, jährlich) | 100$/User/Monat (Professional, jährlich) |
| 5 User Pro/Professional | 140€/Monat | 500$/Monat (~470€) |
| Onboarding-Gebühr | ❌ Keine | 1.500$ einmalig (Professional) |
| Mindestlaufzeit | Monatlich kündbar | Ab Professional: Jahresvertrag |
Preise bei jährlicher Abrechnung. Stand: März 2026. Quellen: monday.com, hubspot.com. Minimale Seat-Anzahl bei Monday: 3.
Der Preisunterschied ist klar: Monday CRM Pro mit 5 Usern kostet 140€/Monat, HubSpot Sales Hub Professional mit 5 Usern liegt bei ~470€/Monat — also mehr als dreimal so viel. Dazu kommt bei HubSpot eine einmalige Onboarding-Gebühr von 1.500$.
Aber: HubSpot bietet ein dauerhaft kostenloses CRM mit bis zu 5 Usern, unbegrenzten Kontakten und Basis-Features. Monday hat nur einen 14-Tage-Test. Und in den HubSpot-Kosten sind Features enthalten, die bei Monday gar nicht existieren: Marketing-Automationen, Sequenzen, Lead-Scoring, Custom Reports und Meeting-Tools.
Wichtig: Vergleiche nicht nur den Sticker-Preis. Bei Monday CRM zahlst du weniger, bekommst aber auch deutlich weniger Funktionen. Wenn du für gleichwertige Features bei Monday zusätzliche Tools brauchst (E-Mail-Marketing, Formulare, Reporting), steigen die Gesamtkosten schnell.
Wie sieht Objektstruktur und Datenmanagement aus?
Beim Datenmanagement zeigt sich einer der größten Unterschiede. Monday CRM startet praktisch blank — wenn du ein neues Konto erstellst, gibt es kaum vordefinierte Eigenschaften. Du legst alles selbst an. HubSpot erstellt dagegen standardmäßig über 260 Kontakt-Eigenschaften, 90+ Deal-Eigenschaften und 100+ Unternehmens-Eigenschaften.
Datenmanagement: Monday CRM vs. HubSpot
Monday CRM
- Kaum vordefinierte Eigenschaften
- Du erstellst alles selbst
- Weniger Komplexität, weniger Fehlerquellen
- Daten bleiben von Anfang an sauber
- Einfaches Hinzufügen neuer Spalten
- Begrenzte Objekt-Verknüpfungen
HubSpot
- 260+ Kontakt-Eigenschaften ab Start
- 90+ Deal-Eigenschaften vordefiniert
- Kann überfordern (Eigenschaft falsch nutzen)
- Dafür sofort einsatzbereit für komplexe Prozesse
- Tiefe Objekt-Verknüpfungen (Kontakt-Deal-Unternehmen)
- Pflichtfelder und Validierung pro Phase
In der Praxis sehen wir bei HubSpot regelmäßig das Problem, dass Kunden die vordefinierten Eigenschaften falsch nutzen oder gar nicht wissen, welche sie verwenden sollen. Nach 2–3 Jahren werden die Daten dann unbrauchbar. Bei Monday passiert das seltener, weil du alles bewusst selbst aufbaust. Aber: Sobald du komplexe Prozesse brauchst — z.B. Pflichtfelder pro Deal-Phase oder Cross-Object-Reporting — fehlen Monday die Werkzeuge.
Wie gut ist die Automatisierung im Vergleich?
Bei der Automatisierung liegt der größte funktionale Unterschied zwischen den beiden Tools. Monday CRM bietet einfache Wenn-Dann-Automationen: Wenn etwas passiert, soll etwas gemacht werden. HubSpot geht deutlich tiefer — mit komplexen Workflows, Wenn-Dann-Verzweigungen und objektübergreifenden Automationen.
Automatisierung: Monday CRM vs. HubSpot
Monday CRM
- Einfache Wenn-Dann-Automationen
- Benachrichtigungen, Status-Änderungen
- E-Mails senden, Aufgaben erstellen
- Keine Wenn-Dann-Verzweigungen
- Keine Sequenzen (Follow-up-Ketten)
- 25.000 Aktionen/Monat (Standard), 100.000 (Pro)
HubSpot
- Komplexe Workflows mit Verzweigungen
- Wenn-Dann-Logik (If/Then Branches)
- Sequenzen: Automatisierte Follow-up-Ketten
- Lead-Rotation nach PLZ, Land, Segment
- Objektübergreifend (Kontakt → Deal → Unternehmen)
- Marketing + Sales Automationen kombiniert
Ein konkretes Beispiel aus dem Video: Du willst Leads automatisch nach Postleitzahl einem bestimmten Vertriebler zuordnen. In HubSpot baust du dafür einen Workflow mit Wenn-Dann-Verzweigung — in 5 Minuten fertig. In Monday CRM müsstest du dafür viele einzelne Automationen mit Workarounds bauen, weil Verzweigungen nicht nativ unterstützt werden.
Ein Feature, das Monday komplett fehlt: Sequenzen. Das sind automatisierte Follow-up-Ketten aus E-Mails, Aufgaben und Anrufen. Wenn ein Lead nicht antwortet, bekommt der Vertriebler automatisch eine Erinnerung zum Nachfassen. Sequenzen sind einer der Hauptgründe, warum Sales-Teams HubSpot wählen.
Fazit Automatisierung: Monday CRM deckt die Basics ab — Benachrichtigungen, einfache Statusänderungen, E-Mail-Versand. Sobald du komplexe Prozesse abbilden musst — Lead-Routing, mehrstufige Follow-ups, Marketing-Sales-Übergabe — ist HubSpot die stärkere Wahl.
Wann lohnt sich Monday CRM und wann HubSpot?
Die Entscheidung hängt nicht nur vom Budget ab, sondern davon, was du mit dem CRM erreichen willst. Hier ist unsere klare Empfehlung aus 90+ Kundenprojekten und dem direkten Hands-on-Vergleich:
| Kriterium | Monday CRM | HubSpot |
|---|---|---|
| Teamgröße | 1–5 Mitarbeiter | 5+ Mitarbeiter |
| Budget | ✓ Deutlich günstiger | 3x teurer bei 5 Usern |
| Komplexität | Einfache Sales-Prozesse | Komplexe, mehrstufige Prozesse |
| Marketing | ❌ Nicht enthalten | ✅ Nativ integriert |
| Skalierbarkeit | Begrenzt | Enterprise-tauglich |
| G2-Bewertung | 4.6/5 (3.000+ Reviews) | 4.4/5 (8.000+ Reviews) |
G2-Bewertungen: g2.com Vergleich. Monday hat weniger Reviews, dafür eine höhere Durchschnittsnote.
- Weg von Excel: Monday CRM — einfacher Einstieg, sofort produktiv
- Viele Lead-Quellen: HubSpot — Attribution und Quellentracking nativ integriert
- Marketing + Sales: HubSpot — beides auf derselben Plattform, alle Hubs verbunden
- Nur Sales: Monday CRM — schlanker und günstiger, wenn du bewusst auf Marketing verzichtest
- ERP-Integration: HubSpot — Operations Hub und API bieten mehr Flexibilität
- Budget unter 200€/Monat: Monday CRM — HubSpot Professional ist in dieser Preisklasse nicht erreichbar
Welches CRM solltest du wählen?
Monday CRM ist ein gutes, schlankes Sales-Tool für kleine Teams, die eine einfache Alternative zu Excel suchen und nicht viel Budget haben. Die Stärke liegt in der Einfachheit: weniger Funktionen, weniger Komplexität, schneller produktiv. HubSpot ist die bessere Wahl, sobald du wächst, Marketing integrieren willst, komplexe Automationen brauchst oder deine Daten langfristig sauber halten musst. Den Enterprise-Vergleich mit Salesforce findest du in unserem separaten Artikel.
Der Preisunterschied ist real — Monday kostet bei 5 Usern ein Drittel von HubSpot. Aber der Funktionsunterschied ist genauso real. In unserem kostenlosen Workshop zeigen wir dir, wie du HubSpot-Reports baust, die Monday nicht bieten kann. Unsere Kundenprojekte wie ARONA zeigen den Unterschied in der Praxis. Alle Details zu den HubSpot Kosten findest du in unserem separaten Artikel. Für ein professionelles HubSpot Setup oder ein CRM-Audit stehen wir als laufender Partner zur Verfügung.
Unsere Empfehlung: Wenn du unsicher bist, starte mit dem kostenlosen HubSpot CRM. Es kostet nichts, bietet mehr Features als Mondays 14-Tage-Test und lässt sich bei Bedarf um Hubs erweitern — ohne CRM-Wechsel. So testest du risikofrei, ob HubSpot für dich passt.
Häufige Fragen: Monday CRM vs. HubSpot
Ist Monday CRM günstiger als HubSpot?
Ja, deutlich. Monday CRM Pro kostet 28€/User/Monat (jährlich), HubSpot Sales Hub Professional 100$/User/Monat. Bei 5 Usern zahlt man für Monday 140€/Monat, für HubSpot ca. 470€/Monat — also mehr als dreimal so viel. Allerdings bietet HubSpot deutlich mehr Funktionen, die bei Monday fehlen oder extra kosten.
Kann ich von Monday CRM zu HubSpot wechseln?
Ja. Die Migration ist über CSV-Export und -Import möglich. Kontakte, Unternehmen und Deals lassen sich übertragen. Komplexere Daten wie Automationen oder individuelle Board-Strukturen müssen manuell neu aufgebaut werden. Wir empfehlen, vor der Migration die Datenstruktur in HubSpot sauber zu planen.
Hat Monday CRM Marketing-Funktionen?
Nein. Monday CRM ist rein auf Sales fokussiert. Es gibt keine native E-Mail-Marketing-, Formular-, Landing-Page- oder Ads-Integration. Für Marketing brauchst du zusätzliche Tools. HubSpot bietet das alles nativ auf einer Plattform mit dem Marketing Hub.
Welches CRM ist einfacher zu bedienen?
Monday CRM ist im ersten Moment einfacher, weil es weniger Funktionen hat und sich auf Sales fokussiert. HubSpot hat eine steilere Lernkurve, weil die Plattform deutlich mehr kann. Laut G2 ist Monday bei Ease of Use mit 9.0 leicht vor HubSpot mit 8.7.
Kann ich HubSpot kostenlos nutzen?
Ja, dauerhaft. Das HubSpot CRM ist kostenlos mit bis zu 5 Usern und grundlegenden Features wie Kontakte, Deals, Pipelines und E-Mail-Integration. Monday CRM bietet nur eine 14-Tage-Testversion — danach muss man zahlen oder verliert den Zugang.
Für welche Teamgröße eignet sich welches Tool?
Monday CRM eignet sich gut für kleine Teams mit 1–5 Mitarbeitern, die einen einfachen Sales-Prozess abbilden wollen. HubSpot wird ab 5+ Vertriebsmitarbeitern durch Sequenzen, Automationen, Routing und Reporting deutlich wertvoller. Für Enterprise-Anforderungen ist HubSpot klar im Vorteil.
Hat Monday CRM Sequenzen wie HubSpot?
Nein. Monday CRM hat keine Sequenzen — also keine automatisierten Follow-up-Ketten aus E-Mails und Aufgaben. Das ist ein Feature, das viele Sales-Teams bei HubSpot besonders schätzen, weil es den Follow-up-Prozess automatisiert und sicherstellt, dass kein Lead verloren geht.