Deals sind das Herzstück deines Vertriebs in HubSpot — und trotzdem erstellen viele Teams sie entweder zu früh, zu spät oder mit den falschen Daten. In diesem Artikel zeige ich dir, was ein Deal in HubSpot ist, wann du ihn erstellen solltest, welche Eigenschaften wirklich wichtig sind und wie du den gesamten Prozess automatisierst. Basierend auf über 60 betreuten HubSpot-Konten und 5+ Jahren Praxiserfahrung als HubSpot Gold Partner.

Was ist ein Deal in HubSpot?

Ein Deal ist ein eigener Objekttyp in HubSpot — neben Kontakten und Unternehmen das dritte zentrale Objekt in deinem CRM. Während ein Kontakt die Person beschreibt und ein Unternehmen die Firma, repräsentiert ein Deal ein konkretes Geschäft: eine Verkaufschance, ein laufendes Angebot oder einen bevorstehenden Abschluss.

Das Entscheidende: Kontakte, Unternehmen und Deals sind in HubSpot miteinander verknüpft. Ein Kontakt kann mehrere Deals haben — z.B. wenn du demselben Kunden verschiedene Produkte oder Dienstleistungen verkaufst. Jeder Deal durchläuft dabei die Phasen deiner Sales Pipeline, bis er gewonnen oder verloren wird.

💡

Kernprinzip: Ein Deal enthält ausschließlich geschäftsrelevante Daten — Betrag, Abschlussdatum, Produktinteresse, Deal-Phase. Kontaktinformationen wie Telefonnummer, Adresse oder Jobtitel gehören auf den Kontakt, nicht auf den Deal. Diese Trennung ist entscheidend für saubere Daten und aussagekräftiges Reporting.

Gesamtuebersicht der Sales Pipeline mit Deals in verschiedenen Phasen
Die Sales Pipeline zeigt alle offenen Deals auf einen Blick -- sortiert nach Phasen mit Gesamtbetraegen.

Der häufigste Fehler, den ich bei meinen Kunden sehe: Sales-relevante Informationen werden direkt im Kontakt oder Unternehmen gespeichert, statt einen Deal anzulegen. Das funktioniert bei einem Verkauf vielleicht noch — aber sobald derselbe Kontakt ein zweites Mal kauft, überschreibst du die Daten des ersten Geschäfts. Deals lösen genau dieses Problem.

Wie erstellst du einen Deal in HubSpot Schritt für Schritt?

Einen Deal erstellst du direkt aus dem Kontakt-Datensatz, aus der Pipeline-Ansicht oder über die globale Erstellen-Funktion. Der schnellste Weg: Öffne den Kontakt, klicke auf „Hinzufügen" im Deal-Bereich der rechten Seitenleiste — und ein Formular öffnet sich, in dem du die wichtigsten Deal-Daten einträgst.

Schritt für Schritt:

  1. Kontakt öffnen: Navigiere zum Kontakt, für den du einen Deal erstellen möchtest.
  2. Deal hinzufügen: Klicke in der rechten Seitenleiste unter „Deals" auf „Hinzufügen".
  3. Deal-Name vergeben: Wähle einen aussagekräftigen Namen — z.B. „HubSpot Implementierung Müller GmbH".
  4. Pipeline und Phase wählen: Ordne den Deal der richtigen Pipeline und der passenden Phase zu.
  5. Betrag und Abschlussdatum: Trage den erwarteten Deal-Betrag und das voraussichtliche Abschlussdatum ein.
  6. Verknüpfungen prüfen: Stelle sicher, dass Kontakt und Unternehmen korrekt mit dem Deal verknüpft sind.
Formular zum Erstellen eines neuen Deals in HubSpot
Das Deal-Erstellungsformular: Hier gibst du Name, Pipeline, Phase, Betrag und Abschlussdatum ein.
Tipp: Benenne Deals nach einem einheitlichen Schema — z.B. „Produkt/Dienstleistung + Unternehmensname". So findest du Deals sofort in der Pipeline und im Reporting. Vermeide generische Namen wie „Neuer Deal" oder „Deal 1" — die helfen niemandem.

Aber wann genau solltest du den Deal erstellen? Das ist die entscheidende Frage. In meiner Erfahrung gibt es drei typische Trigger-Punkte:

  • Nach einem Qualifizierungsgespräch: Der Kontakt hat in einem Call bestätigt, dass echtes Interesse besteht. Das ist der häufigste und sauberste Trigger — erst wenn ein konkretes Geschäft möglich ist, wird ein Deal angelegt.
  • Nach einer komplexen Formulareinreichung: Wenn ein Lead ein umfangreiches Anfrage-Formular ausfüllt (z.B. Event-Planung mit Budget, Datum und Anforderungen), kannst du automatisch einen Deal generieren — über einen Sales-Prozess in HubSpot.
  • Bei einer persönlichen Terminvereinbarung: In manchen Branchen ist der persönliche Termin vor Ort der Startpunkt. Sobald ein Datum für ein Erstgespräch feststeht, wird der Deal erstellt.

Aus der Praxis: Der größte Fehler ist, Deals zu früh zu erstellen. Wenn jeder Website-Besucher, der ein Kontaktformular ausfüllt, sofort einen Deal bekommt, hast du hunderte Deals in der Pipeline, die keine echten Geschäfte sind. Die Folge: Deine Conversion Rate ist im Keller, dein Forecasting ist unbrauchbar, und dein Team verliert den Überblick. Erstelle Deals erst, wenn ein qualifiziertes Interesse vorliegt.

Welche Deal-Eigenschaften brauchst du wirklich?

HubSpot liefert eine Reihe von Standard-Eigenschaften für Deals mit — Deal-Name, Betrag, Abschlussdatum, Pipeline, Deal-Phase und Kontaktinhaber. Für die meisten Teams reichen diese Basisdaten als Startpunkt. Aber je nach Geschäftsmodell brauchst du zusätzliche benutzerdefinierte Eigenschaften.

Eigenschaft Typ Zweck Beispiel
Deal-Name Standard Identifikation in Pipeline & Reports HubSpot Setup Müller GmbH
Betrag Standard Erwarteter Umsatz 12.500 €
Abschlussdatum Standard Forecast & Pipeline-Planung 30.06.2026
Deal-Phase Standard Position im Verkaufsprozess Angebot versendet
Produktinteresse Benutzerdefiniert Zuordnung zu Produkt/Service Implementierung, Retainer
Verlustgrund Benutzerdefiniert Analyse verlorener Deals Budget, Timing, Wettbewerb

Standard- und empfohlene benutzerdefinierte Deal-Eigenschaften. Erstelle nur Eigenschaften, die du aktiv im Reporting oder in Workflows nutzt.

Nahaufnahme einer Deal-Karte mit Betrag und Details
Nahaufnahme einer Deal-Karte: Betrag, Deal-Name und zugeordneter Kontakt auf einen Blick.

Die wichtigste Regel bei Deal-Eigenschaften: Speichere nur Daten auf dem Deal, die sich pro Geschäft unterscheiden können. Die Schuhgröße eines Kunden gehört auf den Deal, wenn du Schuhe verkaufst — denn beim nächsten Kauf kann sich die Größe ändern. Die E-Mail-Adresse gehört auf den Kontakt, weil sie sich nicht pro Deal ändert.

Wie nutzt du Pipeline-Phasen richtig?

Die Sales Pipeline ist die visuelle Darstellung deines Verkaufsprozesses. Jeder Deal durchläuft dabei definierte Phasen — von der ersten Qualifizierung bis zum gewonnenen oder verlorenen Abschluss. Die Pipeline-Phasen bilden ab, wo sich jeder Deal gerade befindet.

Eine typische Pipeline für B2B-Unternehmen sieht so aus:

  1. Qualifiziert: Der Kontakt hat Interesse bestätigt, ein erstes Gespräch hat stattgefunden.
  2. Bedarfsanalyse: Du klärst die konkreten Anforderungen, Budgets und Entscheidungswege.
  3. Angebot erstellt: Das Angebot ist verschickt, der Kunde prüft.
  4. Verhandlung: Rückfragen, Anpassungen, finale Abstimmung.
  5. Gewonnen / Verloren: Der Deal wird abgeschlossen — oder nicht.

Im HubSpot Sales Hub Professional kannst du mehrere Pipelines anlegen — z.B. eine für Neukundengeschäft und eine für Upselling an Bestandskunden. Jede Pipeline hat eigene Phasen, die deinen spezifischen Prozess abbilden.

💡

Kernprinzip: Halte deine Pipeline schlank. 5–7 Phasen sind optimal. Mehr Phasen bedeuten nicht mehr Kontrolle — sie bedeuten mehr Pflege-Aufwand und langsamere Deals. Jede Phase sollte eine klare Aktion oder Entscheidung des Kunden widerspiegeln, nicht interne Aufgaben deines Teams.

Jeder Phase kannst du in HubSpot eine Gewinnwahrscheinlichkeit zuweisen. „Qualifiziert" hat vielleicht 20%, „Angebot erstellt" 50%, „Verhandlung" 80%. Diese Wahrscheinlichkeiten fließen direkt in dein Forecasting ein — du siehst auf einen Blick, wie viel Umsatz voraussichtlich in diesem Monat oder Quartal reinkommen wird.

Wie erstellst du Deals automatisch in HubSpot?

Manuelle Deal-Erstellung funktioniert — aber sie ist fehleranfällig und skaliert nicht. Sobald dein Team mehr als 10–15 neue Deals pro Woche bearbeitet, solltest du die Deal-Erstellung automatisieren. In HubSpot nutzt du dafür Workflows.

Drei bewährte Automatisierungs-Trigger:

  • Formulareinreichung: Ein Lead füllt ein komplexes Anfrage-Formular aus → Workflow erstellt automatisch einen Deal, setzt den Namen, verknüpft Kontakt und Unternehmen, und weist den Deal einem Vertriebsmitarbeiter zu.
  • Kontakt-Eigenschaft wird gesetzt: Du pflegst auf dem Kontakt ein Datum-Feld „Termin vereinbart am" — sobald ein Wert eingetragen wird, erstellt der Workflow einen Deal.
  • Meeting gebucht: Der Kontakt bucht über den HubSpot Meeting-Link einen Termin → der Workflow erstellt den Deal und setzt die Pipeline-Phase auf „Qualifiziert".
Tipp: Bei der automatischen Deal-Erstellung kannst du im Workflow auch direkt Daten vom Kontakt auf den Deal kopieren — z.B. das Produktinteresse oder die Lead-Quelle. So sind die Deals sofort mit relevanten Daten befüllt und dein Team muss nichts manuell nachtragen.

Der Vorteil der Automatisierung: Dein Vertriebsteam muss nicht mehr entscheiden, wann ein Deal erstellt werden soll. Der Trigger ist standardisiert — z.B. „jeder, der einen Qual Call bucht, bekommt einen Deal". Das eliminiert Inkonsistenzen und sorgt für saubere Daten in der Pipeline.

Deal-Pipeline in HubSpot professionell einrichten?

Wir konfigurieren deine Pipeline, Automatisierungen und Reportings — zugeschnitten auf deinen Vertriebsprozess.

Kostenlose Beratung buchen

Wie nutzt du Deal-Reporting und Dashboards?

Deals sind die Grundlage für dein gesamtes Sales-Reporting in HubSpot. Ohne sauber gepflegte Deals kein Forecasting, keine Conversion-Analyse und keine Pipeline-Bewertung. Deshalb ist die korrekte Deal-Erstellung so wichtig — sie bestimmt die Qualität deiner Zahlen.

Die wichtigsten Reports, die du aus deinen Deals generieren kannst:

  • Pipeline-Wert: Gesamtwert aller offenen Deals — gewichtet nach Gewinnwahrscheinlichkeit pro Phase.
  • Conversion Rate pro Phase: Wie viele Deals schaffen es von „Qualifiziert" zu „Angebot erstellt"? Wo verlierst du am meisten?
  • Durchschnittliche Deal-Dauer: Wie lange braucht ein Deal von der Erstellung bis zum Abschluss? Wo stecken Deals fest?
  • Verlustgründe: Warum gehen Deals verloren? Budget, Timing, Wettbewerb? Diese Analyse hilft dir, deinen Sales-Prozess gezielt zu verbessern.
  • Forecast: Erwarteter Umsatz pro Monat/Quartal basierend auf Deal-Beträgen und Pipeline-Phasen.

All diese Reports konfigurierst du im HubSpot Dashboard. Erstelle ein dediziertes Sales-Dashboard mit den 5–6 wichtigsten KPIs und teile es mit deinem Team. So hat jeder den gleichen Blick auf die Pipeline — vom Vertriebsmitarbeiter bis zur Geschäftsführung.

Deal-Detailansicht mit Aktivitaets-Timeline
Im Deal-Datensatz siehst du die komplette Aktivitaets-Timeline: Calls, E-Mails, Notizen und Meetings.
📊

Aus der Praxis: Ein Kunde hatte über 200 offene Deals in der Pipeline — aber 60% davon waren seit über 90 Tagen inaktiv. Keine Notizen, keine Aktivitäten, kein Fortschritt. Nachdem wir die Pipeline bereinigt und klare Regeln für Deal-Erstellung und -Pflege definiert hatten, sank die Anzahl offener Deals auf 80 — aber die Conversion Rate stieg von 12% auf 28%.

Fazit: Saubere Deals sind die Grundlage deines Vertriebs

Deals in HubSpot sind mehr als nur Datensätze — sie sind die Basis für deinen gesamten Vertriebsprozess, dein Forecasting und deine Entscheidungen. Wer Deals zu früh erstellt, manipuliert seine Zahlen. Wer Deals zu spät erstellt, verliert den Überblick. Der richtige Zeitpunkt und die richtigen Daten machen den Unterschied.

📊

Dein Fahrplan: 1. Trigger definieren, wann ein Deal erstellt wird → 2. Deal-Eigenschaften festlegen (nur was du wirklich brauchst) → 3. Pipeline-Phasen auf 5–7 begrenzen → 4. Automatisierung per Workflow einrichten → 5. Sales-Dashboard mit Deal-KPIs aufbauen. Für die professionelle Einrichtung, schau dir unsere HubSpot-Implementierung an.

Willst du noch tiefer in den HubSpot Sales Hub einsteigen? Unser Guide zum HubSpot Sales Hub zeigt dir alle Features, die deinem Vertrieb zur Verfügung stehen — von Sequenzen über Angebote bis hin zu automatisierten Workflows.

Häufige Fragen zu HubSpot Deals

Was ist ein Deal in HubSpot?

Ein Deal ist ein eigener Objekttyp in HubSpot, der ein konkretes Geschäft oder eine Verkaufschance repräsentiert. Deals sind mit Kontakten und Unternehmen verknüpft und durchlaufen die Phasen deiner Sales Pipeline — von der Qualifizierung bis zum gewonnenen oder verlorenen Abschluss.

Wann sollte ich einen Deal in HubSpot erstellen?

Erstelle einen Deal erst, wenn ein qualifiziertes Interesse vorliegt — z.B. nach einem Qualifizierungsgespräch, nach einer komplexen Formulareinreichung oder bei einer persönlichen Terminvereinbarung. Deals zu früh zu erstellen verfälscht deine Conversion Rates und dein Forecasting.

Wie erstelle ich einen Deal in HubSpot?

Öffne den Kontakt-Datensatz, klicke in der rechten Seitenleiste unter „Deals" auf „Hinzufügen" und fülle die Pflichtfelder aus: Deal-Name, Pipeline, Phase, Betrag und voraussichtliches Abschlussdatum. HubSpot verknüpft den Deal automatisch mit dem Kontakt.

Was ist der Unterschied zwischen Deal und Kontakt in HubSpot?

Ein Kontakt speichert personenbezogene Daten wie Name, E-Mail, Telefonnummer und Jobtitel. Ein Deal speichert geschäftsrelevante Daten wie Betrag, Abschlussdatum und Produktinteresse. Ein Kontakt kann mehrere Deals haben — z.B. wenn du demselben Kunden verschiedene Produkte verkaufst.

Kann ich Deals automatisch erstellen lassen?

Ja, über HubSpot Workflows kannst du Deals automatisch erstellen. Typische Trigger: Formulareinreichung, gebuchtes Meeting oder eine Kontakt-Eigenschaft, die gesetzt wird. Der Workflow erstellt den Deal, setzt den Namen, verknüpft die Objekte und weist einen Inhaber zu.

Wie viele Pipeline-Phasen sollte mein Deal haben?

5–7 Phasen sind optimal. Jede Phase sollte eine klare Aktion oder Entscheidung des Kunden widerspiegeln — z.B. Qualifiziert, Bedarfsanalyse, Angebot erstellt, Verhandlung, Gewonnen/Verloren. Mehr Phasen erhöhen den Pflege-Aufwand ohne Mehrwert.

Welche Deal-Eigenschaften sind am wichtigsten?

Die Standard-Eigenschaften Deal-Name, Betrag, Abschlussdatum und Pipeline-Phase sind Pflicht. Zusätzlich empfehlen sich benutzerdefinierte Eigenschaften wie Produktinteresse und Verlustgrund. Erstelle nur Eigenschaften, die du aktiv im Reporting oder in Workflows nutzt.

Wie analysiere ich meine Deals im Reporting?

Erstelle ein Sales-Dashboard mit den wichtigsten KPIs: Pipeline-Wert, Conversion Rate pro Phase, durchschnittliche Deal-Dauer, Verlustgründe und Forecast. HubSpot bietet vorgefertigte Deal-Reports, die du individuell anpassen und im Dashboard zusammenstellen kannst.